Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.

Mark Twain

Steuerrecht

Basisinfos für GründerInnen

Auch bei der Behandlung von steuerlichen Fragen sollte man sich an den Experten bzw. die Expertin wenden. Einer der ersten Ansprechpartner sollte ist Gründerservice der Wirtschaftskammer sein, dort bekommt man kompetent und neutral Auskünfte zum Thema.

» Gründer-Service der Wirtschaftskammer

Die Wahl des Steuerberaters bzw. der Steuerberaterin des Vertrauens ist eine der ersten Aktiviäten als Unternehmer, nichtsdestotrotz sollte man zumindest die Grundbegriffe kennen und einige Grundregeln lernen.

Ein paar Basisinfos möchten wir hier gerne anführen:

Anmeldung beim Finanzamt

Innerhalb  eines Monates  ab  Betriebseröffnung muss der Unternehmer bzw. die Unternehmerin dem Finanzamt, von dessen Bereich aus das Unternehmen betrieben wird, die Eröffnung des Gewerbebetriebes mitteilen.

Ab wann ist man für das Finanzamt unternehmerisch tätig?

Gegenüber der Finanzbehörde ist man schon ab dem Zeitpunkt UnternehmerIn, ab dem die ersten Vorbereitungshandlungen für die Gründung eines Unternehmens durchgeführt werden (z.B. Adaptierung eines Geschäftslokales, Kauf einer Einrichtung etc).

Wann besteht Buchführungspflicht?

Nach dem Rechnungslegungsrechtsänderungsgesetz 2010 gelten ab dem Jahr 2010 neue Umsatzgrenzen für die Beurteilung einer etwaigen Verpflichtung zur Gewinnermittlung durch doppelte Buchführung. Die neuen Schwellenwerte liegen nunmehr bei € 700.000,-- in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren bzw. einmalig bei € 1 Mio. Umsatz.
Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) und unternehmerisch tätige Personengesellschaften, bei denen  kein unbeschränkt haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist (somit insbesondere GmbH & Co. KG) sind immer buchführungspflichtig
Sind die Voraussetzungen die zur Buchführungspflicht führen nicht erfüllt, genügt es, den Gewinn durch Einnahmen-Ausgabenrechnung zu ermitteln.

Wie muss eine Rechnung beschaffen sein?

» SPG_Rechnungsbestandteile zum Download

Umsatzsteueridentifikationsnummer (UID-Nr.)
Die UID-Nr. dient als  Identifizierung als EU- Unternehmer im Falle von Lieferungen oder Leistungen an Unternehmer in einem anderen EU Land. Ab 01.01.2003 muss die UID Nr. des liefernden oder leistenden Unternehmers auf allen Rechnungen (ausser den Kleinbetragsrechnungen) aufscheinen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen.  Betriebsgründer erhalten die UID-Nummer gleichzeitig mit Zuteilung der Steuernummer, wenn sie die entsprechende Zeile im Fragebogen ankreuzen.

Neugründungsförderungsgesetz (Neufög)

Dieses Gesetz ermöglicht BetriebsgründerInnen und ÜbernehmerInnen eines Betriebes (Betriebsübertragung) eine  Befreiung von Gebühren, Bundesverwaltungsabgaben, Gesellschaftssteuer,  Grunderwerbsteuer  etc., die anlässlich der Betriebsgründung bzw. -übertragung anfallen. Voraussetzung ist eine Beratung bei der zuständigen Wirtschaftskammer, die diese auf einem amtlichen Vordruck in mehrfacher Ausfertigung bestätigt.  Die bestätigten Neufög-Formulare sind bei der jeweiligen Behörde (Firmenbuch, Gewerbebehörde etc.) vorzulegen, die dann die Gebühren nicht erhebt.
 
Der grösste  finanzielle Vorteil aus dieser Begünstigung ist die  Befreiung von verschiedenen Lohnnebenkosten für das Kalendermonat der Betriebsgründung und folgenden 11 Monate. Sie beträgt ca. 7% der Bruttolohnsumme.
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