Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.

Francois Truffaut

wInterface

wInterface - keeps warm. stays cool.

Projekt


Rund die Hälfte der europäischen Bevölkerung lebt in mittlerweile sanierungsbedürftigen Plattenbauten. Etwa zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs der EU geht in deren Beheizung.  Durch ihre thermische Sanierung könnten jedes Jahr bis zu 75 Prozent der Heizenergie im Wert von derzeit über € 40 Milliarden Euro und CO2-Emissionen in Höhe von 230 Megatonnen eingespart werden!

Herkömmliche Fassadendämmsysteme werden in aufwändiger Handarbeit schichtweise und direkt auf der Fassade hergestellt. Zu den Nachteilen gehören die schwierigen Arbeitsbedingungen an einer vertikalen und allen Einflüssen der Witterung ausgesetzten Wand sowie die grossen Mengen an Abfall und Lärm. „wInterface“ revolutioniert die thermische Sanierung durch die Nutzung moderner Technologien: Hochauflösende 3D-Scans der Fassaden bilden die Grundlage für die automatisierte Produktion massgefertigter Dämm-Elemente. Diese verlassen die Fabrik bereits mit fertigen Oberflächen und integrierten Fenstern. Mit einem speziellen Montagesystem können sie schnell und sauber befestigt werden. Die optimierte Befestigung der fertigen Dämm-Teile verkürzt die Sanierungsdauer vor Ort von einem Monat auf vier Tage, was eine wichtige Entlastung für die AnrainerInnen darstellt.

Des weiteren ermöglicht die industrielle Vorfertigung selbst gegenüber dem bislang preisgünstigsten Dämmsystem einen Kostenvorteil von bis zu 25 Prozent. Erst die industrielle Produktion macht die längst notwendige, flächendeckende thermische Sanierung des Gebäudebestandes lukrativ. Diese Produktionsweise der Dämm-Elemente ermöglicht zusätzlich das Aufbringen von grossformatigen Fresken, die zur technologisch-wirtschaftlichen Win-Win Situation noch den Mehrwert einer neuen visuellen Identität hinzufügen. Die Verwendung erneuerbarer Materialien, ein energie- und ressourcensparendes Produktionsverfahren sowie die gute Recyclingfähigkeit der Dämm-Elemente tragen zusätzlich zum Umweltschutz bei.

 

Team


DI Wolfgang Winter studierte Architektur an der TU Graz und war von 1999 bis 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Städtebau Koordinator der Wohnbauforschung. Durch seinen Arbeitsschwerpunkt in der Optimierung von Gebäudehüllen und seine praktische Erfahrung mit der thermischen Sanierung von Gebäuden erkannte er das Potenzial einer in allen Arbeitsschritten optimierten Lösung. Seine Hauptaufgaben liegen in der Konzeption, im Produkt-Design, im Schutz des IPR und in der Kommunikation.

DI Dr. Ingo C. Riemenschneider studierte Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau an der TU Graz. Dort hatte er während seiner Dissertation am Institut für Fertigungstechnik von 2004 bis 2009 die Leitung der Versuchswerkstätten und von 2006 bis 2009 die fachliche Leitung des Insitutes inne. Im Rahmen seiner Tätigkeit entwickelte er mehrere Fertigungs- und Messverfahren für Bauteile mit komplexen Geometrien. Hierbei lag ein Schwerpunkt in der Automatisierung der Abläufe, sowohl bei der Erstellug der Bearbeitungsprogramme als auch bei der Messdatenaufnahme und -auswertung. Im Rahmen eines technischen Büros berät er auf diesem Gebiet Firmen und Universitäten so unter anderen die Universtität Innsbruck und die TU Graz. Als Fertigungspezialist ist er vor allem für das Produktions-Design verantwortlich.


MentorInnen